LIMBICLOGIC

Geschichte von LIMBICLOGIC®

By Mai 22nd, 2019 No Comments

Kindheit

LIMBICLOGIC® hat eine lange Geschichte hinter sich. Vermutlich begann diese bereits, als ich fünf Jahre alt war. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich vor dem Fernseher lag und einer politischen Diskussion zuschaute weil mein Vater diese ansah. Als einer der Diskussionsteilnehmer etwas sagte, was mir richtig erschien, drehte ich mich zu meinem Vater um und sagte voller Überzeugung: “Er hat Recht!” Dabei hoffte ich auf seine Zustimmung. Die Antwort kam umgehend und enttäuschte mich. “Warte noch etwas!” Schnell wurde mir klar, was er damit meinte. Im Verlauf der Diskussion kamen nun immer mehr Teilnehmer zu Wort. Deren Ausführungen und Begründungen erschienen mir jeweils genauso logisch.

Nur kamen diese Personen erstaunlicherweise zu anderen Schlussfolgerungen und rieten zu völlig unterschiedlichen, ja oft zu gegenteiligen Maßnahmen. Dies verwirrte mich. Ich ging davon aus, dass mir, wie aber auch den Menschen im Fernsehen, entscheidende Informationen fehlen mussten. Warum dies so war, verstand ich nicht. Konnte man von Menschen, die sich ins Fernsehen setzten, nicht erwarten sich ausreichend zu informieren und vorzubereiten? Es konnte für mich keine andere Erklärung als das Fehlen von Informationen geben. Mein Vertrauen in Vernunft, kausalen Argumentationsketten und Logik war offenbar in jungen Jahren schon sehr ausgeprägt. Ich brachte meinen Unmut darüber gegenüber meinem Vater zum Ausdruck. Seine Reaktion überraschte mich erneut. “Das sind Politiker!” raunte es mir in einem Ton in den Nacken, der deutlich machte, dass er an der Diskussion im Fernsehen und weniger an einer mit seinem Sohn interessiert war. Das Wort “Politiker” hatte ich natürlich schon mal gehört. Auch wusste ich, dass dies wichtige Personen waren. Aber warum sollten für Politiker denn nicht die Gesetze von Logik und Kausalität gelten, die doch sonst die Grundlage für mein damaliges Verständnis von “Welt” bildeten. Nun hat man in diesem Alter andere Interessen als politische Talkshows zu sehen. Aber ein erstes Interesse bzgl. der großen Meinungsvielfalt, bei gleichzeitig für alle Beteiligten verfügbaren und identischen Fakten, war entfacht.

Schulzeit & Studium

In der Schule interessierte ich mich hauptsächlich für Wissenschaften und empfand es als störend, dass diese in kleine, separate Fächer wie Physik, Biologie und Chemie aufgeteilt wurden. Dies empfand ich als begrenzend und hinderlich in meinem Bestreben ein umfassenderes Verständnis zu erreichen. Letztlich studierte ich dann Pharmazie, weil dieses Studienfach Chemie, Physik, Biologie und medizinische Anteile enthielt, die mich alle gleichermaßen interessierten. In der Pharmakologie, der eigentlichen Pharmazie, interessierte ich mich weniger für Wirkstoffe gegen hohen Blutdruck oder zur Bekämpfung von Bakterien. Die Wirkungsweisen dieser Arzneistoffe sind praktisch vollständig erforscht und letztlich auch nicht sehr komplex.

Psychopharmaka

Nein, mein Interesse galt weit mystischeren und weit weniger erschlossenen Gebieten. Dem spannenden Gebiet der Psychopharmaka. Bis heute finde ich es faszinierend, wie wenige Milligramm einer Substanz unsere Wahrnehmung und unser Bild der Wirklichkeit derart beeinflussen können. Beispielsweise faszinierte mich die Wirkungsweise von LSD. Aber auch die Wirkung von Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder Stimulanzien fand ich spannend. Noch interessanter fand ich Antidepressiva, da diese das Nervensystem nicht einfach nur aktivierten oder beruhigten, sondern eine deutliche Wahrnehmungsänderung bewirken.

Bis heute verfolge ich die Entwicklungen im Bereich Psychopharmaka und Neurowissenschaften sehr genau. Im Gegensatz zu Drogensüchtigen interessierte mich dabei nie, wie ein möglichst gutes oder lustvolles Gefühl entsteht. Meine Neugier galt der Subjektivität und Veränderlichkeit von Wahrnehmung und welche Prozesse im Gehirn diese bewirken. Was ist dafür verantwortlich, dass wir uns gut oder schlecht fühlen? Warum schieben wir Manches vor uns her und machen Anderes mit Begeisterung? Was bedeutet es süchtig nach Etwas zu sein? Was beeinflusst unsere Meinung und Entscheidungsbildung? Warum lachen Kinder soviel mehr als Erwachsene? Als ich mich mit diesen Fragen befasste wurde schnell deutlich, dass es hier um weit mehr ging als nur um Substanzen, Neurotransmitter und elektronischer Impulse, die im Gehirn arbeiten. Das Gehirn beeinflusst sich auch ohne Eingriffe von außen ständig selbst. Vorstellungen, Gedanken, Bewusstsein und Sinneseindrücke stehen in ständiger Wechselwirkung mit einem evolutionär sehr alten und sehr mächtigen Gehirnteil. Dem limbischen System. Je mehr ich versuchte die Interaktionen und erstaunlich irrationale Funktionsweise der verschiedenen Gehirnteile zu verstehen desto mehr wurde mir bewusst wie viel mehr ich noch zu lernen hatte. Evolution, Psychologie, Sprache, Kognitive Wissenschaften und Neurophysiologie waren nur einige Disziplinen, die für ein umfassendes Verständnis der Arbeitsweise des Gehirns erforderlich waren. Untenstehend die Bereiche, die letztlich beteiligt waren bei der Entwicklung des emotional-kognitiven Modelles und dem Konzept von LIMBICLOGIC®.

Neuroenhancement

Noch interessanter fand ich Möglichkeiten der Neuro-Optimierung. Gibt es Möglichkeiten das Gehirn effizienter arbeiten zu lassen? Kann man die Kognition verbessern oder beschleunigen? Lässt sich der Intelligenzquotient eines Menschen erhöhen? Kann man Menschen belastbarer machen? Kann man stressfreier und glücklicher durchs Leben zu gehen? Kann man auch mit weniger Schlaf auskommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein weniger bekanntes Gebiet der Medizin und der Pharmakologie. Es versucht nicht, psychische Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Vielmehr versucht es, neurologische Prozesse und Fähigkeiten zu optimieren.


Metamphetamin

(Crystal Meth)

Hollywood hat das Thema der mental-kognitiven Leistungssteigerung mit Filmen wie Limitless (2011, Bradley Cooper) oder Lucy (2014, Scarlett Johansson) mehrfach aufgegriffen. Neuroenhancement hat zu recht einen zweifelhaften Ruf. Viel Forschungsarbeit diesbezüglich ist geheim und wird vom Militär durchgeführt. So wurde Metamphetamin im zweiten Weltkrieg als angstlösende und leistungssteigernde Substanz eingesetzt. Es ist heute unter dem Namen Crystal Meth bekannt und berüchtigt. Die meisten Menschen empfinden die Einnahme von derartigen, das Gehirn dopende Substanzen als unethisch und unfair. Zudem stehen (un-) absehbare Nebenwirkungen mit teils fatalen Folgen meist nicht im Verhältnis zu den erreichten, leistungssteigernden Effekten. Trotzdem ist festzuhalten, dass das Gehirn aufgrund seiner elektro-chemischen Funktionsweise, durch zahlreiche chemische Substanzen zu beeinflussen ist. In der Behandlung von Depressionen haben Anti-Depressiva zweifellos schon das Leben von Millionen erleichtert oder gar gerettet.

Erfahrungen mit Coachings

Nach dem Studium lernte ich eine Frau kennen, die gerne in Ihrer Freizeit zu Seminaren und Veranstaltungen ging, die sie Coachings nannte. Das Wort kannte ich, aber ich konnte mir nicht viel darunter vorstellen. Sie überredete mich, sie zu begleiten und so besuchten wir zahlreiche Coachings. Ich fand diese Coachings interessant, weil sie ja auch irgendwie mit meinem Faible für psychologisches Verständnis und persönlicher Weiterentwicklung/Optimierung zusammenfielen. Aber so ganz konnte ich die Euphorie meiner Freundin nicht teilen. Vom Studium her war ich es gewöhnt, mir in kurzer Zeit große Mengen Wissen durch das Lesen von Büchern oder den  Besuch von Vorlesungen anzueignen.

In den Vorlesungen gaben sich die Professoren meist wenig Mühe zu verbergen, dass sie den Lehranteil ihrer Professur eher als notwendiges Übel ansahen. Engagement und Motivation waren da eher die Ausnahme. Welch einen erfrischenden Unterschied stellten doch da diese Coachings dar! Auch dort stand eine Person vorne und wollte den Zuhörern etwas beibringen. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Der Coach verstand es sehr schnell eine intensive und freundschaftliche Beziehung zum Publikum aufzubauen. Dies durch seine Sprache, seine Begeisterung, Storytelling, Humor und durch das Teilen von persönlichen, emotionalen Erlebnissen oder Videos. Zwischendurch hat man sich gegenseitig massiert und sich vorgegebene, motivierende Sätze gesagt. Daneben wurden Holzpfeile zerbrochen, Eisenstangen verbogen und über glühende Kohlen gelaufen. Ein Coach ließ mehrmals seine Frau auf der Bühne singen. Manche Rituale erinnerten geradezu an religiöse Zeremonien, die begeistert von allen Beteiligten durchgeführt wurden.

Im Publikum entstand ein Gefühl von Gemeinsamkeit und es wurde eine starke Gruppendynamik entfacht. Auch ich hatte zugegeben eine gute Zeit. Aber bin ich dafür gekommen? Eine noch bessere Zeit hätte ich bei einem Stand Up Comedy Event oder einem Konzertbesuch meiner Lieblingsband gehabt. Inhaltlich boten Coachs mir oft einfach zu wenig anwendbares fundiertes Wissen. Meist eine Mischung aus positivem Denken, Motivation und Erkenntnisse aus dem NLP Bereich. Dies alles freilich mit einer Emotionalität, die den Coach wie ein Menschen wirken ließ, den man gerne zum Freund hätte. Ein positiver, gutmütiger und ermutigender Freund, der an einen glaubt. Häufig war ein Versprechen der Coachs, dass man alles schaffen kann, wenn man nur daran glaubt. Diese Bestärkungen, so gut sie sich auch anhörten, fand ich nicht ganz unproblematisch. Während der Events habe ich viele Menschen kennengelernt, die regelmäßig derartige Events besuchen. Ich habe regelrechte Coaching-Junkies getroffen. So manchen dieser hoffnungsvollen Besucher hätte statt mehr Motivation eher ein funktionierendes Geschäftsmodell ihrer Selbstständigkeit gewünscht. Der positive und motivierende Effekt einer solchen Veranstaltung hielt bei mir nur wenige Tage an. Danach hatte ich wenig, mit dem ich arbeiten konnte. Mir ist wenig anwendbares Wissen beigebracht worden.

Wünschenswerte Ziele

Als ich eines Abends mit meiner Freundin über ein gemeinsam besuchtes Coaching redete, fiel mir etwas auf. Ich sagte zu meiner Freundin: “Weißt Du all Das, was Deine Coachs versuchen zu erreichen, das machen wir Pharmazeuten eigentlich schon lange!” Sie schaute mich verwundert an. Ich erzählte ihr die Geschichte von Neuroenhancement. Natürlich waren uns darüber einig, dass man nicht für jede Angst, Enttäuschung oder Motivationsmangel im Leben ein Tablette nehmen kann. Ganz davon abgesehen davon, dass es diese Mittel ja überhaupt nicht gibt. Uns beide überraschte aber in diesem Moment, dass Wissenschaft wie Coachings gleichermaßen versuchen  Menschen erfolgreicher und/oder glücklicher zu machen. Letztlich interessierte mich, was sie von einem perfekten Coach erwarten würde. Wenn sie sich alles wünschen könnte. Der Coach also sozusagen allmächtig wäre. Wir machten eine Liste von unseren Wünschen. Ich schrieb alles auf einen Zettel. Den Zettel habe ich heute noch. Das war unsere Sammlung:

  • Glück, Zufriedenheit und Optimismus
  • Körperliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit mit Idealgewicht
  • Gelassenheit, Stressresistenz, sich weniger ärgern und aufregen
  • Schnelle Verarbeitung von Rückschlägen, Resilienz
  • Motivation, Freude an Dingen die getan werden müssen
  • Vermeidung von Procrastination, Aufschieberitis
  • Bessere Kommunikation, Rhetorik, überzeugen können
  • Besseres Erkennen von Menschen und diese typgerecht erreichen
  • Finden und Ausschöpfen des eigenen Potentiales
  • Mehr Optionen bei der Partnerwahl
  • Sexuelle Erfülltheit
  • Erfüllte, glückliche, lang andauernde Beziehungen
  • Steigerung der Kognition, Intelligenz

Die Begeisterung von Fussballfans

Obwohl es ein sehr langer und allmählicher Prozess war, das Denken und Fühlen von Menschen zu verstehen kann ich mich an den Moment erinnern, der mich überzeugte, etwas Entscheidendes des Wesen der Menschheit verstanden zu haben. Dass Menschen sich erstaunlich irrational verhalten können und Verhaltensweisen ausleben, die irgendwann einmal bei unseren Vorfahren Sinn gemacht haben aber dies nun nicht mehr tun. Der Moment dieser Einsicht war für mich der Startschuss zur Entwicklung des emotional-kognitiven Konzeptes von LIMBICLOGIC® und letztlich zur Gründung der Firma. Es war folgendes kurzes Gespräch mit einem Fussballfan:

ALEX:     “So, du bist also Eintrachtfan. Gehst Du denn auch zu den Spielen ins Stadion?
FAN:        “Ja klar, wenn immer ich es einrichten kann. Vor allem zu den Heimspielen.”

Ich weiss nicht mehr genau warum ich ihm danach folgende Frage stellte. Vielleicht wollte ich einfach nur provozieren.

ALEX:     “Ok, von welchem Verein bist Du denn noch Fan?”
FAN:       “Was, wie meinst Du das?”

Natürlich kam keine Antwort mehr auf meine letzte Frage. Ich habe auch nicht wirklich eine erwartet. Aber ich fragte mich, warum eigentlich nicht? Wieso kann man nicht Fan von zwei Vereinen gleichzeitig sein? Es war mir schnell klar, dass der Fan hochgradig mit dem Verein identifiziert sein musste. Aber mit was denn nun eigentlich genau? Mit den Spielern? Nun diese wurden schnell mal verkauft oder neue fremde Spieler eingekauft. War es vielleicht der Trainer, der immerhin ja irgendwie der Chef der Mannschaft ist und damit vielleicht die ausschlaggebende Identifikationsfigur bilden könnte? Nein, das war nicht möglich da Trainer oftmals noch noch kürzer Teil des Vereins waren und Fans nie ihre favorisierte Mannschaft der des Trainers anpassten. War es eine sogenannte territoriale Identifikation? Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt bereits Kenntnisse der Evolution und evolutionären Psychologie angeeignet. Waren Menschen also ganz einfach mit dem Fussballverein identifiziert, der ihrem Wohnsitz am nächsten lag? Tatsächlich ergab sich hier eine statistische Häufung, eine gewisse Signifikanz. Aber es gab immer noch viel zu viele Fans, die nicht oder nicht mehr in der Region ihres geliebten Vereins lebten. Die Erklärung musste also woanders liegen.

Die Erklärung dafür heißt Tribalismus. Primaten, zu den wir auch gehören sind alleine nicht überlebensfähig. Es ist wichtig sich auf einer unbewussten, nicht kognitiven Ebene instinktiv am besten lebenslang mit dem eigenen Stamm zu identifizieren. Identifikation bedeutet dabei gleich Mehreres. Die unbedingte Loyalität mit dem Stamm. Die Bereitschaft, teilweise unter Einsatz des eigenen Lebens sich für den Stamm gegen Feinde zu wehren. Feinde können dabei Tiere aber auch andere Stämme von Primaten der gleichen Spezies sein. Das Verhalten von gegnerischen Fussballfans lässt dies leider oftmals all zu deutlich werden. Für mich konnte es keine andere Erklärung für dieses Verhalten geben. Man darf nicht vergessen, dass die Fans ja eine Menge Zeit und Geld (Fahrtkosten, Tickets) investieren, um dieses uralte genetische Programm auszuleben. In anderen Ländern erfüllen Sportarten wie Baseball, Football, Rugby oder auch Cricket diese Funktion. Typisch dabei ist, dass Gruppen von Männern anderen Gruppen von Männern dabei zujubeln, eine weitere Gruppe von Männern zu bekämpfen bzw. im sportlichen Wettbewerb mit diesen zu stehen. Da das limbische System geschlechtsspezifisch und auch testosteronsensibel ist finden wir ein ähnliches Verhalten bei Frauen seltener. Natürlich ist nichts gegen Spaß, an einem sportlichen, kompetitiven Wettbewerb zu sagen. Das Problem ist, dass die selben emotional-kognitiven Mechanismen der tribalen Identifikation, es uns Menschen genauso ermöglichen auf andere Personen zu schießen, diese zu töten oder zu versklaven. Von dem Moment an, als mir dies bewusst wurde begann ich systematisch jegliches unlogisches Verhalten von Menschen, jede auch noch so kleine Inkonsistenz bzgl. Vernunft und Unvoreingenommenheit in Verhalten und Wahrnehmung zu untersuchen. Der Grundstein für die Entstehung von LIMBICLOGIC® war gelegt.

Große Fragen

Bei der Beschäftigung mit Evolution, evolutionärer Psychologie, Hirnforschung und kognitiven Wissenschaften wurde klar, dass es mit dem Verständnis von LIMBICLOGIC® tatsächlich möglich ist, auch große Fragen zu beantworten. Fragen wie:

  • Warum machen wir Manches gerne während wir Anderes ständig vor uns her schieben?
  • Wie entsteht in unserem Kopf unser Abbild von Realität?
  • Können Menschen wirklich Vernunft erreichen?
  • Was motiviert Menschen wirklich?
  • Warum schaffen wir es trotz Wortschätzen von bis zu 30.000 Wörten scheinbar nie, uns wirklich zu verstehen?
  • Warum gibt es so viele verschiedene Meinungen trotz allgemein zugänglicher Faktenlage?
  • Warum ist Überzeugung und Zustimmung so schwer erreichbar?
  • Ist das Tabuisieren von Themen, Wahrheiten und Political Correctness wirklich gut?
  • Warum funktioniert Monogamie langfristig meist nicht?
  • Warum mögen es Frauen in der Datingphase nicht, wenn Männer bereit sind Alles für sie tun?
  • Lieben Frauen anders als Männer?
  • Was erzeugt Liebe und lässt dies wieder vergehen?
  • Warum haben wir 3000 verschiedene Religionen?
  • Warum entsteht immer wieder spontan Religion, Kulte und Aberglauben?
  • Wie entsteht die starke Überzeugung von Gläubigen, dass ihre Religion die einzig zutreffende ist?
  • Warum können Menschen andere Menschen mit Begeisterung töten, während sie andererseits beim Verlust von Angehörigen Gefühle des tiefsten Schmerzes verspüren?
  • Warum reagieren wir intensiv mit Gefühlen starker Fürsorglichkeit auf Baby´s, Kinder, Hundewelpen und andere Tierbabys?
  • Warum kämpfen Menschen gerne?
  • Warum treiben Menschen gerne Sport?
  • Warum steht der Ruhm von Sportlern nicht im Verhältnis zu ihren Leistungen?

Vision von LIMBICLOGIC®

Und so wechselte mein Interesse von der Neurochemie der Psychopharmaka zum einem eher emotional kognitiven Verständnis des Gehirns der Wahrnehmung und des Erkenntnisgewinnes. Ich konzentrierte mich dabei zunehmend auf einen evolutionär sehr alten Gehirnteil. Dem sogenannten limbischen System. Es ist ca. 160 Mio. Jahre alt und damit 2000 mal älter als der Präfrontale Cortex (ca. 100.000 Jahre alt) wo sich unser Verstand, unsere Kognition, unser willkürliches Denken und unsere Logik befinden. In diesem unterschiedlichem Alter ist die Ursache von vielen irrationalen Verhaltensweisen. Wie man heute weiß arbeiten diese beiden Teile separat und stehen dabei aber gleichzeitig in ständiger Wechselwirkung miteinander.

Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass sie sich oft gegenseitig sabotieren. Daher sah ich den Bedarf und auch die Möglichkeit Menschen nutzbringend diese Arbeitsweise ihres Gehirns näher zu bringen. Für mein neurowissenschaftlich basiertes Coachingprojekt habe ich Investoren gesucht. Während der Gespräche wurde ich gebeten knapp das Unternehmensziel zu beschreiben. Folgendes waren meine Worte:

“Das zur Verfügung stellen von aktuellem, psychologischem und neurowissenschaftlichem Wissen in verständlicher und anwendbarer Form, um das Beste aus seinem Gehirn und damit seinem Leben zu machen. Nicht weniger als ein Handbuch für den menschlichen Verstand. Und falls jemand schon so etwas geschrieben hat. Das beste, aktuellste, vollständigste, wissenschaftlich fundierteste und nützlichste Handbuch, das je geschrieben wurde. “

Ich weiß, dass dies ein extrem hoher Anspruch ist aber nichts anderes ist die Vision und das Ziel von LIMBICLOGIC®. Es war harte Arbeit die Firma soweit zu bringen und ist fortwährend harte Arbeit die ständig neu erscheinenden Erkennntnisse der Neurowissenschaften zu recherchieren, zu filtern und für Menschen nutzbar zu machen. Ich weiß auch, dass die Grundidee von LIMBICLOGIC® sehr ungewöhnlich ist. Welche Firma beobachtet schon einen wissenschaftlichen Sektor wie Chemie oder Physik, um die neuesten Erkenntnisse wie etwa über das Higgs Boson oder Gravitationswellen einer breiteren Öffentlichkeit verständlich zu machen. Aber derartige Erkenntnisse sind auch nicht für Menschen praktisch nutzbar. Sie sind für das tägliche Leben von Menschen irrelevant. Die neuesten Erkenntnisse der kognitiven- und Neurowissenschaften jedoch halte ich für sehr relevant. Nicht nur für den Einzelnen sondern für die ganze Menschheit. Viele Menschen denken das menschliche Gehirn sei die Krone der Schöpfung. Ich hingegen sage, dass das menschliche Gehirn in seiner jetzigen Form die schlimmste und folgenschwerste Fehlanpassung in der Geschichte der Evolution ist. Warum?

Ein Teil des menschlichen Gehirns ist in der Lage, mehrstufige Wasserstoffbomben zu konstruieren während gleichzeitig ein völlig anderer Teil des Gehirns es für eine gute Idee hält, diese auch einzusetzen. 

Beitrag verfasst von Alex Anderson 2018 ©

Zitate von Alex Anderson

Um das wissenschaftliche und komplexe Konzept von LIMBICLOGIC® einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, nutzt Alex Anderson oftmals Vergleiche und Metaphern. Wir vom Team LIMBICLOGIC® fanden einige seiner Zitate sowohl aufschlussreich als auch witzig genug, um sie hier zu sammeln:

“Stellen Sie sich die beiden Hirnteile so vor als wäre der Präfrontale Cortex der Vater und das limbische System sein fünfjähriger Sohn. Beide sind in einem Spielzeugladen und der Vater hat nur sehr wenig Geld dabei. Das gibt Ihnen einen groben Eindruck davon, welche Konflikte sich ergeben können, wenn man im 21. Jahrhundert lebt.”

Die Phase der Aufklärung um 1700 beginnend sehe ich als bei Weiten noch nicht abgeschlossen. Vielmehr dürfen wir zu keinem Zeitpunkt aufhören traditionelle Werte, Denken und Verhalten durch Vernunft und Wissenschaft zu ersetzen. Wenn wir damit aufhören werden wir weiterhin unnötiges Leid erschaffen und letztlich den Planeten zerstören.”

“Als ich mich mit der Evolution, der Funktion und dem Alter des limbischen Systems beschäftigte ,fragte ich mich spontan:  “Will ich eigentlich, dass mich ein Gehirnteil bestimmt, den ich mit Ratten teile?”

“LIMBICLOGIC® ist nicht schwer, zu verstehen. Doch ist es für Einige sehr schwer, zu akzeptieren.

“Meinungsfreiheit ist gut. Logikfreiheit hingegen ist es nicht!”

Intelligentes Design? Machst du Witze? Hast du jemals einen Mann nackt gesehen?”

“LIMBICLOGIC® beendet das Werk Charles Darwins. Bezüglich der Akzeptanz der Inhalte ist mit vergleichbarem Widerstand zu rechnen. Auch wenn heutzutage Religion viel an Einfluss verloren hat, so stellt LIMBICLOGIC® doch des Menschen Selbstverständnis in Frage und beeinträchtigt dessen Selbstwertgefühl. Ich bin mir dessen bewusst, sehe aber letztlich keine Alternative zu einem klaren, unverstellten  und ungeschönten Blick auf das wahre Wesen der Menschen. Es ist der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben von Menschen auf dem Planeten bei gleichzeitigem Erhalt desselben. Wenn wir nicht endlich damit anfangen, werden wir niemals aufhören uns in kriegerischen Konflikten zu verlieren. Gleichzeitig werden wir den Planeten vernichten und damit letztlich auch uns selbst der Lebensgrundlage entziehen.”

“Die Bezeichnung Homo sapiens sapiens deutet auf doppelt vernünftig hin. Das war zu erwarten von einer Spezies, die sich selbst einen Namen gibt, darf aber als zu optimistisch bezeichnet werden. Weitaus zutreffender wäre Homo semi sapiens.”

“Das menschliche Gehirn ist weniger die Krone der Schöpfung als vielmehr eine der schlimmeren Produkte der Evolution. Ein Teil des menschlichen Gehirns ist in der Lage, mehrstufige Wasserstoffbomben zu konstruieren während gleichzeitig ein anderer, älterer Teil des Gehirns es für eine gute Idee hält, diese auch einzusetzen.”

“Als ich einmal mit einem sehr gläubigen Christen diskutierte, der sich vehement vom Islam abgrenzte, sagte ich Folgendes zu ihm. “Ich verstehe Ihre starke Überzeugung und Ihre Identifikation mit Ihrem Glauben und Ihre damit verbundene Abgrenzung gegen andere Religionen. Aber ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Ihre Überzeugungen letztlich allein von den GPS Koordinaten Ihres Geburtsortes und Ihres Umfeldes abhängen? Geboren in beispielsweise Saudi Arabien hätten wir eine umgekehrte Diskussion. Nun lassen sie mich eine Frage stellen. Wenn Ihre starken Überzeugungen lediglich von der reinen Zufälligkeit Ihres Geburtsortes abhängen, warum sind diese dann eigentlich so stark?”

“Im Zoo beobachtete ich Seelöwen durch das Unterwasserfenster. Scheinbar unbeschwert glitten sie in Spiralen durch das Wasser. Ich dachte über artgerechte Haltung nach und fragte mich, welche Species, auf welcher Seite des Fensters eigentlich das artgerechtere Leben führt.”

“Die sozialen und empathischen Fähigkeiten von Frauen sind höher als die von Männern. Sie sind besser im Erkennen von Emotionen, das Etablieren und die Pflege von Beziehungen aber auch im Führen von Intrigen. Eine Frau mit verletzten Gefühlen sollte immer ernst genommen werden. Besonders in Kombination mit einem fähigen Anwalt.”

“Welche, sind alle relevanten Tatsachen die eine Entscheidung beeinflussen? Wie sind diese Fakten zu bewerten und zu gewichten? Welche Verbindungen, Abhängigkeiten und Interaktionen  gibt es zwischen diesen Fakten? Was bedeutet das für das Resultat, dass man erreichen möchte? Das meine ich mit “Ausreichender Anwendung von Intelligenz” oder auch “logikbasiertem Erkenntnisgewinn”. Stattdessen sehen wir Menschen, die diese zugegebenermaßen mühselige und zeitraubende geistige Arbeit vermeiden und vornehmlich auf Emotionen basierte Entscheidungen treffen. Diese kognitive Arbeit ist aber unvermeidlich um zu vernünftigen Schlussfolgerungen zu gelangen. Tragischerweise geschieht dies häufig dort, wo es am meisten Bedeutung und einen direkten Einfluss auf das Leben von Millionen hat. In der Politik.”

 

Ihr LIMBICLOGIC® – Team

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